Herzfrequenz- Variabilität


Jeder hat schon erlebt, dass er mal eine Trainingseinheit mit hoher Intensität problemlos eine lange Zeit durchhält, an einem anderen Tag ist man aber schon nach kurzer Zeit völlig erschöpft. Das liegt an der Tagesform, welche von verschiedenen Faktoren abhängt. Z.B. Stress, Infekte, Länge der Regenerationszeit zwischen den Trainingseinheiten, guter oder schlechter Schlaf u.s.w..
Die Tagesform wird unter anderem durch die Herzfrequenz- Variabilität wiedergegeben.

Der Pulsschlag wird durch zwei Anteile des Nervensystems bestimmt, den Sympatikus und den Parasympatikus. Der Sympatikus lässt das Herz schneller schlagen, er ist der Kampf- und Fluchtnerv.

Sein Gegenspieler der Parasympatikus, oder Vagusnerv, wird aktiv wenn wir uns erholen. Hier werden die Muskeln weniger durchblutet und das Blut fließt mehr in den Verdauungstrakt.
Die Herzfrequenz variiert mit jedem Herzschlag. Die Herzfrequenz- Variabilität (HFV) ist die Variation in den Herzschlagintervallen (auch als RR- Intervalle bezeichnet) Es ist sozusagen der Zeitabstand zwischen zwei Herzschlägen. Die HFV zeigt die Schwankungen der Herzfrequenz um einen durchschnittlichen Herzfrequenz- Wert an. Eine durchschnittliche Herzfrequenz von 60 Schlägen pro Minute (S/min) bedeutet nicht, dass das Intervall (der Zeitabstand) zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen genau 1,0 Sekunde beträgt. Stattdessen kann das Intervall zwischen 0,5 und 2,0 Sekunden schwanken/variieren.

 

Auch wenn es erst einmal unlogisch erscheint, schlägt bei einem völlig entspanntem Sportler das Herz langsam und unrhythmisch. Wenn man nicht an Herzrhythmusstörungen leidet, ist man umso gesünder, je unregelmäßiger das Herz im Ruhezustand schlägt. Bei zunehmender Anstrengung verringert sich die Unregelmäßigkeit und das Herz schlägt immer rhythmischer. Diese Tatsache machen sich Pulsuhren- Hersteller wie POLAR zunutze und integrieren in ihren Uhren eine Funktion, welche den aktuellen Fitnesszustand des Sportlers zu Beginn jeden Trainings bestimmen kann. Zu Beginn des Trainings wird ein kurzer Test durchlaufen, bei dem durch definiert steigender Belastung (Gehen, Traben, Laufen in vorgegebenen Zeiträumen) die Veränderung der HFV gemessen und die aktuellen Belastungszonen bestimmt werden. Der Test dauert ca. 10 min und ist erstaunlich genau. POLAR hat sich dieses Verfahren unter der Bezeichnung OwnZone patentieren lassen.

 

 

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